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Wieviele Kategorien braucht der BCP?

Juni 25, 2009 by Christian Fill · 10 Comments

Das war er nun, der BCP-Kongress 2009, der Kongress der Kongresse (zumindest für uns CP-Dienstleister), gekrönt von der Verleihung der BCP-Awards.

Eine Frage, die so alt ist, wie  der BCP-Award selbst, wurde auch gestern wieder häufig diskutiert: Wie viele Kategorien sind wirklich nötig? Viele der Geladenen und Prämierten hielten die mittlerweile 27 Kategorien für inflationär.

Was ich gerne hier im Blog zur Diskussion  stellen würde: Würde der BCP-Award mit der Hälfte der Kategorien tatsächlich noch die vielschichtige CP-Welt abbilden? Und meines Erachtens wichtiger noch: Welche Online-Kategorien müssen im kommenden Jahr zwingen dabei sein?

Dass nämlich nur 3 der 27 Award-Kategorien Digitales Corporate Publishing widerspiegeln, steht im krassen Missverhältnis zu Anzahl und Vielfalt der bereits realisierten digitalen CP-Projekte.

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Comments

10 Responses to “Wieviele Kategorien braucht der BCP?”
  1. Olaf Wolff sagt:

    Ich finde auch: online wird so nicht wirklich richtig gewichtet. Auf der anderen Seite zeigt ja gerade die reine Menge der Einreichungen, wie breit das CP-Spektrum ist und dass eine Reduktion um der Reduktion willen das falsches Signal darstellen würde.

    Die Diskussion in der Vorbereitung auf den diesjährigen Award hat sich an den letztjährigen Einreichungszahlen orientiert. Wenn man die Kategorien neu angeht, müsste man bewerten, wo die Objekte zukünftig repräsentiert wären. Wir wollen ja nicht weniger Einreichungen, sondern eine schnellere Verleihung ….

  2. Florian Flicke sagt:

    Eine richtige und wichtige Diskussion! Positiv formuliert könnte man sagen: CP ist, ob gedruckt oder digital, zu erfolgreich geworden. Und wer Erfolg hat, benötigt eine lange Ehrung. Doch eine neue Kategoriendiskussion steht wohl ins Haus. Wir als AG sollten unseren Beitrag dazu leisten, wie künftig noch mehr Online-Angebote und -Kategorien entstehen und bewertet werden können, ohne dass wir gleich auf 35, 40 oder noch mehr Gruppen kommen. Darüber können und sollten wir beim nächsten AG-Treff sprechen, um dem FCP-Vorstand dann unsere gesammelte Meinung zu übermitteln.

  3. Hm, was schon auffällt: So richtig kommt die Diskussion hier nicht in Schwung. Andere Meinungen?

  4. Florian Flicke sagt:

    Vielleicht liegt es am Wetter? Mal schauen, ob noch was passiert. Kollegen?
    P.S. Wie steht es um das vage geplante nächste AG-Treffen?

    Viele Grüße

  5. Hr. Schmidt sagt:

    Der Kern der BCP Kategorien folgt der Philosophie, das ähnliche mediale Erzeugnisse in einer Kategorie gegeneinander antreten, die einer Zielgruppendefinition folgt, definiert durch die wirtschaftliche Sparte und der Gruppe der Rezipienten, “Endkunde” oder “Geschäftspartner”.
    Das betrifft, quasi traditionell, hauptsächlich die Printmagazine.
    Ohne jetzt nachgezählt zu haben, ist die andere Hälfte der Kategorien “nur” durch den medialen Träger definiert. Die Kategorien der Mitarbeitermagazine sind durch die Auflage definiert, nicht durch die Sparte; Corporate Books treten Sparten und Zielgruppen übergreifend gegeneinander an, ebenso wie die “digitalen CP Projekte”.
    Dieser Ansatz steht dem ersteren diametral entgegen und er ist nicht wirklich “sportlich”. Ein Wettbewerb sollte gewährleisten, das ein Projekt gegen ein anderes Projekt auf Augenhöhe antritt.
    So betrachtet hat der BCP zu wenig Kategorien - und es ist nicht die Anzahl der Kategorien, die diesen “Wettbewerb” inflationär erscheinen läßt, denn wenn etwas Qualität und Mehrwert hat, kann keiner genug davon bekommen.
    Allerdings ist natürlich Pragmatismus angesagt, wer möchte bis in die Puppen einer Preisverleihung folgen …
    Gefragt ist eine Kategoriegestaltung, die der evolutionären Entwicklung des Marktes folgt und der Vielschichtigkeit (& Kreativität) der Agenturen und ihrer Kunden gerecht wird.
    Was sehr komplex klingt, könnte elegant gelöst werden, wenn die verschiedenen “medialen Ansätze” streng der Wirtschaftssparte und der Zielgruppe untergeordnet werden.
    Mit der wichtigen Einschränkung, das eine “mediale Kategorie” erst zustande kommt, wenn mindestens 5 Mitbewerber antreten!
    Ein einziger Blick auf eine derartig generierte Shortlist würde einer Wirtschaftssparte vor Augen führen, welcher verschiedenen medialen Mittel sich die anderen Mitbewerber bedienen, oder eben auch nicht (…)
    Es könnte die Möglichkeit geschaffen werden, das neue mediale Ansätze quasi nahtlos in den BCP integriert werden, indem die Bewerber selbst eine neue Kategorie kreiren - vorausgesetzt sie manifestieren es, indem sie genügend Mitbewerber zusammen trommeln.
    Selbstredend sollten Bewerber einer nicht zustanden gekommenen Kategorie keinen Wettbewerbsbeitrag zahlen müssen (da gibt es einen großen Gestaltungsfreiraum - und das meine ich jetzt nicht finanziell)

    Wenn “Quality - Impact - Pricing” stimmen, redet keiner von inflationären Kategorien
    (oder kann es sein, das mit “vier” zweite Plätze wenig Impact assoziiert wird?)

    nun denn, lieber Herr Fill, dies war jetzt eine “andere Meinung” - schön das Sie gefragt haben, mir hatte es schon lange unter den Fingernägeln gejuckt,

    - vielleicht sollte ich meine Hände öfters in Unschuld waschen ;-)

  6. Florian Flicke sagt:

    Zum Kommentar von “Hr. Schmidt”:

    Wie lautet denn jetzt Ihre konkrete Forderung? Ich habe das folgendermaßen verstanden: Wir defnieren etwa eine Kategorie “Finanzen / Versicherungen”, unterteilen noch nach B2B oder B2C und packen dann darunter jeweils alle passenden Medien: ob Quartalsmagazin, Website, Online-Spiel oder Corporate Book? Der Vorschlag hätte was - aber leider auch viel Zündstoff für den Verband.

    Wie gesagt: Ich halte es für richtig und wichtig, dass wir uns mal in einem Live-Treffen über eine mögliche neue Kategorisierung die Köpfe zerbrechen.

  7. Hr. Schmidt sagt:

    “Wir defnieren etwa eine Kategorie “Finanzen / Versicherungen”, unterteilen noch nach B2B oder B2C und packen dann darunter jeweils alle passenden Medien: ob Quartalsmagazin, Website, Online-Spiel oder Corporate Book?”
    Genau so - dieser Weg kombiniert mit der Idee einer nicht festgelegten Medienkatagorie, die nur zustande kommt, wenn sich jeweils genügend Mitbewerber finden, würde pragmatisch wie evolutionär die Gewinnerkategorien im Zaum halten.
    Das Zustande oder eben auch Nicht-Zustandekommen von Kategorien wäre dann quasi ein eigenes Thema, könnte fast ein Seismograph für Entwicklungen des CP Marktes sein, der für Unternehmen (!) wie Agenturen halbwegs transparent sein könnte.
    Kategorien nach der anderen Philosophie, ich versuch mal zu sagen “Medien Orientiert”, zu gestalten, verbietet sich eigentlich von selbst, weder zwei Printmagazine, die sich einmal an die Frankfurter Hochfinanz und das andere an die Kölner Schrebergartenkolonie richtet, können miteinander verglichen werden und das gilt für jedes andere Medium ebenso.
    Eine derartige Sortierung würde geradezu versinnbildlichen, welcher Medienklaviatur sich die Unternehmen einer Sparte bedienen und die CP-Agenturen in all ihrer Unterschiedlichkeit zur Verfügung stellen.
    Durch die Mischung (Sonderpreise ausgenommen!) dieser zwei Philosophien haben die BCP Kategorien etwas “beliebiges” an sich, wohlwollend formuliert - der Gemischtwaren Laden des CP Marktes, und das wird von den Teilnehmern, die sich aus Agenturen und (!!) Unternehmen/Auftraggeber rekrutieren, als “zuviel” - im Sinne von “nicht überschaubar” und “ohne Wert” tituliert.
    Das ist der eigentliche Zündstoff, der Stich tief ins Herz, für eine Branche die Medien und Kommunikationskompetenz auf ihre Fahnen schreibt.
    “Think Big” (- daran sollten gerade die Elefanten der Branche ein Interesse haben):
    Es ist nach 10 Jahren völlig uninteressant, ob es wieder 500+ “mehr” Einreichungen gibt, interessanter (und noch mehr Zündstoff) ist die Frage, wie muß
    ein BCP für über 1000 Einreichungen strukturiert sein?
    Das betrifft dann nicht nur die Kategorien, sondern auch Infrastruktur und Jury, sprich Qualität und Modi der Auswertung (findet die textliche Qualität eine angemessenes Echo in der Jury?)
    Ebenso wird die Zahl der Nicht-Nominierten noch “größer” — und es ist gelinde gesagt recht ärmlich, eine Einreichung nur mit einer gesalzenen Rechnung quittiert zu bekommen, kreativ Arbeitende kennen da von anderen Medienpreisen ein anderes Verhalten (oder ist das mittlerweile wieder geändert?)
    Wenn sich die Jury als Flaschenhals herausstellt (Zeit und Anzahl der Juroren), ist es vielleicht nicht so gut, immer “mehr” Einreichungen zu haben, vielleicht ist dann ein anderer Ansatz gefragt, z.Bspl. zu sagen, ein BCP kann nur 600 Einreichunge haben - mit den daraus resultierende Konsequenzen für die Spielregeln.
    “think big” sollte sich dann vielleicht nicht an der Quantität der Einreichungen orientieren.

    so ….
    dann wünsche ich den Herren ein konstruktives Köpfe zerbrechen
    wie heißt es so schön - “die Mühen der Ebene”
    einen schönen Tag nach München

  8. Florian Flicke sagt:

    Kurze Frage an alle Experten unter uns, die schon mal eine BCP-Online-Jury-Sitzung geleitet haben: Wie kommen die Damen und Herren Juroren zu ihrem Urteil?

    Klicken die sich durch, spielen die ein Spiel schon mal an? Oder lesen die nur den begleitenden Waschzettel?

  9. Olaf Wolff sagt:

    Ja, jetzt wird’s spannend … ;-)

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    to be able to do it. Nocella II, and Peter McLaren, the power complex is conceived every since I was a small kid, someone somewhere has foretold of the “end times”.I’ve learned preceding issue. Michael E. We’ll see how he feels, talk to the trainer…



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